Nashorn Ebun aus Münster

Nashornbaby Ebun aus dem
Allwetterzoo Münster





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  • Nashornbaby in Münster

    Im Münsteraner Zoo ist ein niedliches Nashornbaby geboren worden, welches schon mit der Flasche aufgezogen wird. Das „kleine“ Tier bringt so viel Gewicht auf die Waage wie eine schlanke Frau: 58 Kilo wiegt das putzige kleine Mädchen mit seinen braunen, großen Kulleraugen. Am Sonntag erblickte das Baby-Nashorn das Licht der Welt und hat leider noch keinen Namen. Jedoch hat es in seinem kurzen Leben schon einige dramatische Stunden hinter sich gebracht. Seine Mutter „Emmi“, gestandene 18 Jahre alt, war beim Geburtsvorgang nervös und teilweise sogar aggressiv geworden. Die Mama drängte sein Baby in die Ecke, auf diese Art hatte die sie schon zwei frühere Babys umgebracht. Das Zoopersonal schritt jedoch schnell ein und trennte die Tochter von der Mutter.

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    Momentan wird das Baby mit spezieller Milch gefüttert. Zusätzlich wurde ein Ultraschallbild angefertigt. Das Ergebnis blieb jedoch positiv – nur ein blauer Fleck blieb als äußerliche Blessur. Der Direktor des Zoos, Jörg Adler, war natürlich sehr froh und erleichtert, dass das Tierbaby die Flasche erfolgreich angenommen hat. Bei der Aufzucht soll jedoch ein anderes Ansatz verwendet werden, als beim berühmten Eisbären Knut aus dem Berliner Zoo: Es wird ganz bewusst ein Team von Pflegern eingesetzt, damit das Jungtier nicht nur die Prägung eines einzelnen Menschen erhält. Es soll von Anfang an möglichst viel Kontakt zur übrigen Nashorn-Welt geben wie möglich ist, aber nur so viel Kontakt zum Menschen wie nötig. Zu einem späteren Zeitpunkt will der Zoo Münster das Jungtier dann schrittweise in seine Herde eingliedern. Eine kleine Sensation ist der Zuchterfolg schon: In ganz Europa gibt es jedes Jahr durchschnittlich nur drei Nashorn-Geburten.

    Im Moment erholt sich das namenlose Tierbaby unter Wärmelampen von den Strapazen der Geburt und wird dabei immer wieder gestreichelt. Körperkontakte sind für Tiere dieser Art sehr wichtig, daher krault Pflegerin Manuela Hofmann das kleine Nashorn, während es durstig an der großen Milchflasche saugt. Seine Haut ist ledrig und warm mit lauter feinen Härchen – perfekt zum schmusen und streicheln geeignet. Das artentypische Horn wird bei dem kleinen Dickhäuter erst in circa 5 Wochen zu wachsen beginnen. Mutter Emmi soll jetzt möglichst in der Nähe ihres Kindes gehalten werden. Im Zoo herrscht Zuversicht, dass die Herde das Flaschenbaby wohlwollend aufnehmen wird. Zu seiner Herde gehört auch der 18 Jahre alte Papa „Harry“.